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Im Jahre 1865 gründete der Schulleiter Karl Lausecker die Musikkapelle Ottnang. Die ersten Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1920. Ein in diesem Jahr gegründeter Verein mit 200 Mitgliedern unter der Führung von Obmann Josef  Hager (Gastwirt in Ottnang) machte sich zur Hauptaufgabe, die Musikkapelle finanziell zu unterstützen, um sie für die Bevölkerung zu erhalten. Die Musikkapelle ist ihrerseits verpflichtet, Vereinsmitglieder zu Grabe zu begleiten. Am 1. Mai durchzieht die Kapelle alljährlich den Ort und die umliegenden Dörfer mit klingendem Spiel, im Sommer werden Konzerte gegeben, alle Jahre wird ein Ball veranstaltet, sowie eine Generalversammlung abgehalten.

Während der Weltwirtschaftskrise war der Musikverein unter Kpm. Franz Simmerer (Gastwirt in Manning) nur beschränkt spielfähig und wurde 1939 in die Reichsmusik aufgenommen. Ab dem Kriegsjahr 1941 war die Musik wiederum spielunfähig und wurde vorübergehend aufgelöst. 5 Musiker kehrten aus dem 2. Weltkrieg nicht mehr heim. 1948 nahm die Kapelle ihre Tätigkeit unter erheblichen finanziellen Aufwand wieder auf. Notenmaterial und Instrumente waren praktisch unauffindbar, die alte Uniform war dem Volkssturm überlassen worden. Durch großzügige Spenden der Bevölkerung konnte die Musikkapelle Ottnang die notwendigsten Instrumente und Noten ankaufen. Die neue Uniform bestand aus amerikanischen Blusen und Mützen. Kapellmeister Karl Pichler gelang es, bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 1970 die Kapelle wieder zu formen. Das beweisen die vielen Konzerte und Ausrückungen.  Geprobt wurde in den Gasthäusern der Orte Ottnang und Manning. Erst im Jahre 1964 bekommt die Musikkapelle ein eigenes Probenlokal im Neubau der Jahnturnhalle. 1978 ist ein Wechsel in den Kulturraum der neu erbauten Volksschule Ottnang aus Platzgründen unausweichlich. Da ein erheblicher Teil der aktiven Musiker aus dem Gemeindegebiet von Manning stammt, wird der Vereinsname im Jahr 1981 in „Musikverein Ottnang-Manning“ geändert.

Als Kapellmeister standen Hans Peter Decker (1970-77 und 1980-81) und Hubert Mayer (1981-90) dem Verein in dieser Zeit lange vor. Für 2 Jahre wurde u.a. auch der tschechischer Dirigent Vladimir Zvacek (1992-93) installiert bevor Helmut Spitzbart die musikalische Leitung übernahm und das Orchester im Jahr 1997 an  Johannes Kofler übergab. Als Obmann führte in den  Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre Johann Weidinger den Verein als vorbildhaft (1980-1994). Ihm zur Seite steht in dieser Zeit als Stabführer Werner Holl.

Seit Sommer 2004 liegt die Leitung der Kapelle bei Josef Doppler. Seit 1966 ist der ehemalige ÖBB-Bedienstete als Hornist aktives Mitglied. In den Jahren 1977 – 1980 war er bereits Kapellemeister. Seit 1980 fungierte er als Kapellmeisterstellvertreter bzw. später als Jugendreferent.

Manfred Schoberleitner, der bereits seit 1993 als Stabführer beim Marschieren den Takt angibt, übernahm 1999 auch das Amt des Obmannes. Als Bauleiter der Fa. Kieninger lag in seinen Händen auch der Musikheim- und Feuerwehrdepotneubau.
August Lanz übernahm im Jahr 2003 die Stelle des Jugendreferenten. Mit der Gründung eines Jugendorchesters wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Jugendarbeit und damit verbunden der zukünftige Weg des Musikvereines Ottnang-Manning vorgezeichnet. Derzeit stehen ca. 40 Jungmusiker in Ausbildung. Alleine diese Tatsache machte einen Probelokalneubau notwendig, da der Proberaum in der Volksschule bereits aus allen Nähten zu platzten drohte. Mit 56 aktiven Musikerinnen und Musikern, hat der MV Ottnang-Manning 2006 einen Höchststand erreicht.






© Gesswagner Elisabeth,   Kontakt: gessilein@yahoo.de Counter